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Unser mobiles Büro - Arbeiten im VW Bus mit Vorzelt am Campingplatz

Mobiles Büro mit dem Outwell Country Road SA

[Für unseren Test "Arbeiten am Campingplatz" wurde uns das Vorzelt Country Road SA von der Firma Outwell zur Verfügung gestellt.] Wenn du in den letzten Wochen bei uns mitgelesen hast, weißt du, dass wir nach unserer Rückkehr aus Südafrika geplant haben, einen Monat am Campingplatz am Lago di Santa Croce zu leben und zu arbeiten.

Leider hat uns das schlechte Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und so haben wir jeden Tag die Wettervorhersage beobachtet um jederzeit losstarten zu können.

 

Schließlich konnten wir nicht mehr länger warten und haben unseren VW Bus Luigi gepackt und sind Richtung Italien aufgebrochen, auch wenn das Wetter nicht 100% stabil sein würde.

 

Wir wollten einfach wieder eine andere Umgebung um uns herum haben und wieder Zeit im VW Bus verbringen.

Arbeiten am Campingplatz? Ja, mit Vorzelt und VW Bus!

Eines vorweg: Wir müssen arbeiten und damit ist es kein Roadtrip oder Urlaub. Wir lesen bei anderen, die zu 100% im Van leben, dass sie sehr viel herumfahren und trotzdem arbeiten. Wir haben für uns festgestellt, dass wir wahrscheinlich nie komplett im Van leben werden bzw. dass wir arbeiten und ständig weiterreisen einfach schwer verbinden können. Auch dieser Aufenthalt war wieder ein Test, ob es für uns überhaupt möglich ist, am Campingplatz konzentriert zu arbeiten. 

Das liegt zum einen daran, dass wir merken, dass wir immer einen oder zwei Tage brauchen um unsere Infrastruktur zu setten und uns selbst auch zu setten. Bei unseren früheren klassischen Urlauben haben wir immer versucht in möglichst kurzer Zeit viel zu erleben und zu entdecken. Verständlich und nachvollziehbar, wenn man nur 5 Wochen Urlaub und ein paar lange Wochenenden im Jahr hat und diese intensiv nutzen möchte. Allerdings ist es für uns derzeit so, dass wir an einem Ort längere Zeit verbringen möchten, an dem wir unsere Arbeitszeit und unsere Hobbies optimal verbinden können.

 

Kapstadt war für uns schon die Top-Wahl für den Winter. Für den Sommer müssen wir noch ein paar Optionen vergleichen und ausprobieren. Von Mitte Juli bis Ende August tendieren wir eher dazu zuhause zu bleiben, da es an vielen Orten zum Arbeiten sehr heiß werden kann, die Campingplätze und Appartements ausgebucht bzw. überfüllt sind und wir wahrscheinlich zu wenig Ruhe zum Arbeiten haben werden. Und bei uns zuhause ist es im Sommer auch sehr schön. 


Für den Frühling haben wir schon unseren Lieblingsspot gefunden. Wie viele Wochenende haben wir schon am Lago di Santa Croce verbracht und wie oft haben wir gesagt, wir würden gerne mal länger hierbleiben um die Umgebung noch besser erkunden zu können und nicht immer am Sonntagabend schon wieder nach Hause fahren zu müssen. In der Vorsaison ist es am Campingplatz unter der Woche noch relativ ruhig und dementsprechend passen wir unsere Arbeitszeiten an den jeweiligen Ort an. 

Zum anderen bietet der VW T5 platzmäßig natürlich nicht die Möglichkeiten, die ein Pössl oder ein Wohnmobil bieten können. Wir haben trotz drehbarer Doppelsitzbank keinen Platz um zu zweit angenehm im VW Bus zu arbeiten. Eigentlich kann nicht mal eine Person ordentlich arbeiten, da der Platz für einen Tisch fehlt. Für manche Tätigkeiten arbeiten wir auch gerne mit einem zweiten Bildschirm und der hätte dann sowieso nicht Platz. Bei schönem Wetter könnten wir noch vor dem Bus sitzen und arbeiten, aber was ist wenn es mal ein paar Stunden oder gar länger regnet? 

Daher war unsere Überlegung, dass wir für längere Aufenthalte am Campingplatz ein Vorzelt als Bürofläche nutzen könnten. Früher wäre ein Vorzelt für uns eigentlich nicht in Frage gekommen, da wir während unserer Urlaube alle zwei bis drei Tage den Standort gewechselt haben und wir dann mehr mit Auf- und Abbau als mit Herumreisen beschäftigt gewesen wären. Außerdem hat uns das Hantieren mit den Zeltstangen fürchterlich genervt, weshalb für uns nur ein aufpumpbares Luftzelt in Frage kommt. Ab einer Woche Aufenthalt am Campingplatz macht das Vorzelt für uns jetzt aber durchaus Sinn und bietet viele Vorteile. Die erste Nacht hat es fürchterlich geregnet und wir konnten angenehm im Vorzelt kochen, essen und noch ein bisschen arbeiten. Bei dem derzeitigen unbeständigen Wetter hätten wir den Italien-Aufenhalt ohne Vorzelt nicht machen können. 

Unsere Arbeits- und Büromittel für mobiles Arbeiten am Campingplatz

Da ein Vorzelt alleine zum Arbeiten nicht reicht, haben wir unser Camping-Büro-Equipment mit folgenden Mitteln aufgerüstet.

 

  • Zwei mobile Bürotische, die höhenverstellbar sind (jedes Tischbein ist individuell höhenverstellbar) und auf denen Platz für einen Laptop und einen zusätzlichen Monitor ist. Wir haben uns deshalb für zwei einzelne kleine Tische und gegen einen großen Tisch entschieden, da wir je nach Platzbedarf und Lichteinfall die Tische leichter hin und her verschieben können. 
  • Bequeme Stühle: Ich würde jederzeit in echte Bürosessel investieren, wenn man diese irgendwie zusammenklappen,verstauen und transportieren könnte. (Vielleicht ist das ein Business Case für irgendwen?) Sessel sind für uns ein echtes Problem beim mobilen Arbeiten, da wir durch das lange Sitzen vor dem Laptop gerne mal Rückenschmerzen bekommen. Die klassischen Campingsessel, in denen man bequem herumlungern kann, sind gar nicht zum Arbeiten geeignet. Unsere Campingsessel sind stabil und haben eine feste Sitz- und Rückenfläche.
  • Strom: Verteilerstecker und Kabeltrommel. Laptops benötigen Strom und auch das Smartphone muss bei längerer Nutzung als Hotspot öfter als gewöhnlich aufgeladen werden. Am Campingplatz selbst haben wir noch die klassischen Campingplatzstromstecker, damit wir den VW Bus an den Strom anschließen können. 
  • Tipp: Mit dem Wegfall der Roaming-Gebühren Mitte Juni 2017 wird die Datennutzung endlich auch innerhalb der EU problemlos. In Österreich sind die Mobilfunktarife generell viel günstiger als in Deutschland und bei unserem Anbieter hat jeder von uns 39 Gigabyte pro Monat an Datenvolumen zur Verfügung, das wir auch innerhalb der EU und in den USA nützen können. So mussten wir uns bisher innerhalb der EU nicht um nationale SIM-Karten kümmern und waren nicht auf WLAN-Hotspots angewiesen. 

Mobil arbeiten am Campingplatz - Die Herausforderungen

Seit wir darüber geschrieben haben, dass wir während unseres Südafrika-Aufenthalts ganz normal arbeiten wollen, haben uns viele Nachrichten und Fragen zu diesem Thema erreicht. Auch in unserem Familien-, Bekannten- und Freundeskreis verdeutlichen wir immer wieder, dass wir nicht auf Dauerurlaub sind, was ganz schön wäre, aber nicht der Wahrheit entspricht. Es ist immer relativ schwierig zu erklären, was wir genau machen, wie und warum. Wir schaffen uns einfach nur selbst eine Arbeitsatmosphäre, in der wir gerne arbeiten und die unserer inneren Uhr entspricht. Das ist an manchen Tag tatsächlich von 8 bis 17 Uhr, manchmal auch von 10 bis 19 Uhr oder noch länger und an anderen Tag wieder von von 7 bis 13 Uhr. Wenn mal einer von uns Kopfschmerzen hat, dann kann man auf solche Dinge Rücksicht nehmen und muss sich nicht, wie sonst auf Biegen und Brechen ins Büro schleppen. 

 

Man benötigt auf jeden Fall eine gehörige Portion Selbstdisziplin um selbstbestimmt zu arbeiten. Wir haben allerdings bei unseren vorherigen Arbeitgebern schon einige Zeit zumindest tageweise im Homeoffice gearbeitet und sind es daher gewohnt unter diesen Voraussetzungen zu arbeiten.

 

Eine gute Internetanbindung und Stromversorgung sind die Grundlage um mobil arbeiten zu können. Wir können natürlich auch mal ein paar Stunden ohne Internet auskommen und Dinge vorbereiten, aber am liebsten arbeiten wir natürlich mit schnellem und zuverlässigem Internet. Wenn es Probleme mit den Laptops gibt (was wir nicht hoffen wollen), muss man sich ebenfalls vor Ort einen Reparaturdienst suchen, was aufgrund von sprachlichen Barrieren oft nicht so einfach ist.  

Wir shoppen gerne online. Punkt. Da wir uns selbst den ganzen Tag mit Online Marketing und E-Commerce beschäftigen, probieren wir selbst viele Onlineshops aus. Allerdings gestaltet sich Online-Shopping außerhalb von Österreich und Deutschland manchmal recht kompliziert bzw. unmöglich. Gerade für unser Equipment - egal, ob es Foto, Kite oder Camping betrifft - kaufen wir fast alles online. In Südafrika haben wir da ziemlich durch die Finger geschaut, da Amazon nämlich so gut wie nichts liefert. Also haben wir uns wieder ganz klassisch in Einkaufszentren begeben, was zum Teil irrsinnig zeitaufwändig ist, vor allem, wenn das gewünschte Teil nicht gleich verfügbar ist. Ich muss zugeben, dass wir durch "Lieferungen am nächsten Tag" schon recht verwöhnt sind. Jetzt in Italien haben wir ein Ladegerät zuhause vergessen und wollten dieses an den Campingplatz liefern lassen - allerdings wären € 7,- Liefergebühr für ein € 19,- Produkt einfach zu viel. Also wieder mal 1-2 Stunden Zeit nehmen und die Elektronikläden abklappern. So gibt es unterwegs immer wieder kleine Herausforderungen und Zeitfresser, die man berücksichtigen muss. 

 

Das Schönste am Arbeiten auf dem Campingplatz? Wenn wir vom Laptop hochschauen, blicken wir direkt auf den See, der nur ca. 50 Meter von uns entfernt ist. Außerdem sitzen wir im Freien und was gibt es besseres als in der frischen Luft arbeiten zu dürfen und nicht in einem stickigen Büro. Außerdem haben wir zwei in uns die besten Bürokollegen gefunden, die wir uns nur wünschen können!

 

Was meinst du - wäre mobiles Arbeiten oder Arbeiten am Campingplatz was für dich? 

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