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Spotguide Kalabrien - Kitesurfen in Süditalien

Kitesurfen Punta Pellaro, Kalabrien

Kitesurfen in Kalabrien mit Blick auf den Ätna

Kalabrien war ein Abstecher auf unserem Roadtrip rund um Sizilien. Wir wussten gar nichts über diese Region, im Netz war auch nicht viel zu finden. Ein und derselbe Artikel von “Agosto” ist mehrmals im Netz zum Kitespot aufgetaucht, allerdings keine authentischen Berichte von Leuten, die tatsächlich vor Ort waren und darüber berichteten. Die Strasse von Messina, ein klingender Name, wir waren gespannt, was uns erwarten sollte. Mit viel Vorfreude nahmen wir die Fähre von Messina nach Reggio Calabria und verfolgten das hektische Treiben im Hafen und an Board.

 

Am Festland angekommen und gelenkt von Google Maps machten wir uns auf den Weg zum Kitespot ¨Punta Pellaro¨. Etwa 10km südlich von Reggio Calabria und durch eine Schnellstraße gut angebunden, befindet sich der Kitebeach. Wir waren immer mit dem 3 Like Home Handynetz unterwegs und hatten überall ein sehr gute Internetverbindung.

Kiteurlaub in Kalabrien

 

Wenn man auf Partys, Nachtleben und Beachbars steht, dann ist das mit Sicherheit nicht der richtige Ort für einen Kiteurlaub. Der italienische Sommer beginnt Ende Juni und endet mit Ende August. Für diese Zeit werden an verschiedenen Orten Strandbars geöffnet, mal länger mal kürzer. Man kann sich allerdings nicht darauf verlassen, dass es ein und dieselbe Bar auch im nächsten Jahr noch gibt. Mit den Kitestationen am Strand ist es ähnlich - sie müssen im Herbst abgebaut und im Frühjahr wieder aufgebaut werden. Deshalb wirkt der Ort außerhalb des italienischen Sommers meist etwas verlassen.

 

So ist es auch uns ergangen als wir dort zum ersten Mal um die Ecke bogen, alles schien verlassen, die Kitestation glich mehr einer zusammenfallenden Bretterbude und auch ansonsten war nichts los an diesem Tag. Und darüber hinaus war auch kein Lüftchen Wind zu spüren. Etwas genervt machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft und haben über Google Maps eine Surfstation entdeckt. Dort angekommen lernten wir Matteo kennen, er spricht sogar Englisch (für Süditalien sehr ungewöhnlich) und betreibt das Elternhaus am Strand nebenbei als B&B und Surfstation. Mit dem Kite dort zu starten ist ein wenig tricky, da der Wind direkt am Ufer sehr verwirbelt ist. Ein paar Meter weiter rauf am offiziellen Kitespot, wo sich in den letzten Jahren auch der eine oder andere Kiteclub angesiedelt hat, ist es mit Sicherheit einfacher zu starten. Aus diesem Grund starten bei Matteo fast ausschließlich Windsurfer.

 

 

 

Matteo, der Besitzer des B&B's, hat uns dann über die Windverhältnisse und die Gegebenheiten vor Ort aufgeklärt. Es gibt Wind, sogar eine Menge, in der Regel eigentlich täglich. Sobald Windfinder eine N-W Richtung mit ca. 7kts eingezeichnet hat, kann man mit guten Bedingungen rechnen. Die erfahrenen Locals haben 2 Kites, meist 9qm² und 11qm², das reicht aus. Bei Südwind gehen die Italiener nicht raus, wobei ich Tage erlebt habe, an denen dies sicher Spass gemacht hätte. Ein Local hat mir erzählt, dass für den Südwind ein Spot nördlich vom Hafen von Messina - also auf Sizilien - ideal ist, hierzu war mir allerdings der Aufwand zu groß.


Alles in allem hatte ich in 2 Aufenthalten ca. 90% Windausbeute und bin immer 10qm² oder 6qm² gefahren. Wind war immer zwischen 15kts und knapp 30kts, der einzige Wehmutstropfen ist das fehlende Flachwasser. Man kann heizen und die Windwelle als Kicker nutzen, aber Flachwasser wird man hier nicht finden. Darüber hinaus gibt es laut den Locals das ganze Jahr über Wind, die Italiener fahren von Februar bis November, wobei auch im Winter die Temperaturen selten unter 10 Grad Luftemperatur fallen. Wir waren immer im Mai und Juni zu Gast. Zu erwähnen ist auch noch das die Straße von Messina eine viel befahrene Wasserstrasse ist und neben Segelbooten, Schwertfischerbooten auch die großen Tankerschiffe unterwegs sind. Die Wasserqualität ist toll, ich habe selten so klares Meerwasser gesehen, allerdings ist es auch kein Meer zum Schwimmen und Planschen, es herrscht eine kräftige Strömung, die man mit einer Gegenschwimmanlage vergleichen könnte.

 

Die Kiteclubs haben ein Rescueboot und ich habe des öfteren gesehen, dass jemand rausgefischt wurde, ich kenne allerdings nicht deren Bedingungen. Als ich mal ein Problem hatte, hat mich ein Windsurfer freundlicherweise abgeschleppt.

 

Man findet hier so gut wie keine Touristen, die Einheimischen finden das gut so. Man sollte über ein paar Worte italienisch verfügen, im Süden von Italien spricht kaum jemand Englisch und auch mit Deutsch kommt man hier nicht weiter. Wir haben dort ganz tolle Menschen kennengelernt und viel von der regionalen Mentalität mit bekommen. Punta Pellaro in Kalabrien ist einer meiner Lieblingsspots zum Kitesurfen in Italien.

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