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Buffelsdrift Game Lodge - Safari-Erlebnis nahe Kapstadt

Buffelsdrift Game Lodge, Oudtshoorn, bei Sonnenaufgang

Eine Reise nach Südafrika ohne Safari ist nur das halbe Vergnügen. Südafrika bietet eine beeindruckende Natur- und Tierwelt und in den vielen Naturparks könnte man Monate verbringen und hätte bei weitem noch nicht alles gesehen.

Da wir auch während unseres 3-monatigen Aufenthalts in Kapstadt gerne wieder eine Safari machten wollten, aber uns leider die Zeit für eine Reise in den Krueger Nationalpark oder den Imfolozi gefehlt hat, haben wir uns für eine Game Lodge in der Nähe von Kapstadt entschieden. Die großen Parks heben wir uns auf, wenn wir zumindest 1-2 Wochen für die Erkundung dieser Gegend einplanen können. Da wir gerne Campen und uns natürlich auch für Glamping begeistern können, wollten wir unbedingt in einem Zelt übernachten, deshalb haben wir uns für die Buffelsdrift Game Lodge in Oudtshoorn entschieden, die Glamping-Zelte direkt am Wasserloch anbietet. 

Oudtshoorn liegt ungefähr 5 Stunden von Kapstadt entfernt und bietet sich gut für einen zweitägigen Ausflug an. Viele Reisende, die die Garden Route entlanggefahren sind, fahren über Oudtshoorn wieder zurück nach Kapstadt. Oudtshoorn ist bekannt für die vielen Straußenfarmen und die Cango Caves, die einzigartigen Tropfsteinhöhlen in den Swartberg Mountains.

Da wir aber schon mehrmals in Tropfsteinhöhlen waren, haben wir die Cango Caves nicht besichtigt. Da die Cango Caves zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Südafrikas zählen und die Besucherzahlen immer größer werden, ist es notwendig die Touren im Voraus zu buchen. 

Die Fahrt nach Oudtshoorn über die Route 62

Von Kapstadt nach Oudtshoorn in der so genannten „Kleinen Karoo“ fährt man über die Route 62. Die Route 62 ist landschaftlich wunderschön. Man fährt über mehrere Pässe, entlang tiefer Schluchten und passiert viele kleine Dörfer, in denen auch viele bekannte Weingüter zu finden sind.

Die Route 62 ist ab Robertson nur wenig befahren und man kann sich mehr auf die Landschaft konzentrieren als auf der vielbefahrenen N2, die entlang der Garden Route führt. Somit stellt die Route 62 eine gute Alternative dar, falls man von Port Elizabeth zurück nach Kapstadt fährt. In den Dörfern gibt es viele gemütliche B&B’s und Guesthäuser und viele ausgezeichnete Restaurants. 

Route 62 in Südafrika

Auf der Fahrt nach Oudtshoorn sollte man spätestens in Montague nochmals tanken, wenn der Tank nur mehr wenig gefüllt ist, denn ab Montague sind die Abstände zwischen Orten ziemlich groß und es gibt nur Tankstellen innerhalb der Orte und nicht entlang der Straße.

 

Entlang der Route 62 in der so genannten „Kleinen Karoo“ – der Halbwüste – sieht man immer wieder mal Paviane, Springböcke und Strauße direkt neben der Straße. Da sich die Tiere immer mal wieder auf die Straße verirren – vor allem die Paviane – empfehlen wir die Strecke am besten tagsüber zur fahren und nicht während der Nacht. Außerdem würde man in der Nacht die spektakuläre Landschaft verpassen. 

Die Buffelsdrift Game Lodge in Oudtshoorn - Game Lodge nahe Kapstadt

Die Buffelsdrift Game Lodge liegt ca. 10 Minuten außerhalb von Oudtshoorn in Richtung der Cango Caves. Von der Straße aus weist ein Schild auf die Game Lodge hin und nach einer zweiminütigen Fahrt über eine Schotterstraße erreicht man das Hauptgebäude. Beim Aussteigen aus dem Auto hat uns die 39 Grad heiße Halbwüsten-Luft kurz den Atem geraubt und uns in Sekunden Schweißperlen aufs Gesicht gezaubert.

 

Schon beim Check-in fällt auf, wie bemüht und engagiert das gesamte Personal der Lodge ist. Für uns stand eine Meerkatzen-Safari, ein Game Drive und ein Besuch bei den Elefanten am Programm – die genauen Uhrzeiten wurden uns schon genannt und es war auch kein Problem, dass wir zwei Programmpunkte tauschen wollten. Außerdem wird ein Tisch im hauseigenen Restaurant für alle Hausgäste reserviert, damit man auf jeden Fall dort essen kann, wenn man das möchte. Das Restaurant ist auch für externe Besucher geöffnet.

Buffelsdrift Game Lodge, Oudtshoorn

Mit einem kleinen Golfwagen hat uns im Anschluss einer der Ranger zu unserem Glamping-Zelt gefahren und uns die Highlights des Zelts erklärt. Unser Zelt lag direkt am Wasserloch, das aufgrund der anhaltenden Trockenheit und des fehlenden Regens der letzten Monate und Jahre leider schon ziemlich geschrumpft war.

 

Das Glamping-Zelt ist im Kolonialstil eingerichtet und vom gemütlichen Bett aus blickt durch die Fliegengitter-Fenster direkt auf das Wasserloch. Wenn man Glück hat, sieht man in der Dämmerung beim Aufwachen vom Bett aus schon die drei Flusspferde im Wasserloch. Das Highlight ist jedoch die freistehende Badewanne von der aus man ebenfalls auf das Wasserloch sieht. Wer nicht gerne badet, darf sich über die Außendusche freuen, die bei der Hitze eine willkommene Abwechslung war. Aufgrund der Trockenheit sollte man es allerdings mit dem Duschen und Baden nicht übertreiben um Wasser zu sparen. 

Da wir erst recht spät am Nachmittag angekommen sind, hatten wir keine Tierbeobachtungsfahrten mehr auf dem Programm und haben von unserer Zelt-Terrasse am Wasserloch die Hippos und viele Antilopen beobachtet, die zum Trinken ans Wasserloch kamen.

Die erste Nacht haben wir bei offenen Fenstern (natürlich mit Fliegengittern) geschlafen, da es ziemlich warm war. Die Zelte verfügen allerdings auch über eine Klimaanlage und auch über Heizdecken für kalte Nächte. In der Nacht gab es ein schaurig-schönes Gewitter mit viel Regen. Der Manager von Buffelsdrift hat uns erzählt, dass es in der Gegend eigentlich nie Gewitter gibt und das die absolute Ausnahme war. Über zwei Stunden hinweg hat es geblitzt und gedonnert, aber da wir im kuscheligen Bett lagen, hat uns das nichts ausgemacht. Lediglich die Gänse rund um das Wasserloch haben sich ziemlich aufgeregt und einen mächtigen Wirbel geschlagen.

 

Im Zelt muss man natürlich immer rechnen von Tiergeräuschen geweckt zu werden – die Rezeption ist allerdings darauf mit Ohrstöpseln vorbereitet. Es ist übrigens die ganze Nacht ein Ranger in Rufbereitschaft, der bei Problemen vorbeikommt. Für mich war das ein beruhigendes Gefühl, dass er mir zugesichert hat vorbeizukommen, falls sich eine Spinne im Zelt befinden sollte. Tja – ich und meine Spinnenphobie. Zum Glück sind die Tierchen brav draußen geblieben oder haben sich zumindest mir nicht gezeigt. Die Zelte in Buffelsdrift werden gerade Stück für Stück gegen neue Zelte ausgetauscht, da ein paar der Zelte mittlerweile in die Jahre gekommen sind. Das betrifft aber ausschließlich die Zeltaußenwände, die der Witterung und dem dauernden Benützen der Reißverschlüsse ausgesetzt sind, das Interieur der Zelte ist in einem Top-Zustand.

Safaris und Tierbeobachtungen in der Buffelsdrift Game Lodge nahe Kapstadt

Im Gegensatz zu anderen Game Lodges gibt es auf Buffelsdrift keinen Zaun zwischen dem Gelände, auf dem sich die Tiere bewegen und den Zelten. Das ist kein Problem, denn auf Buffelsdrift gibt es keine Raubkatzen. Es kann allerdings sein, dass dir beim morgendlichen Blick aus dem Zelt ein Kudu oder eine große Schildkröte guten Morgen sagt. 

Nach der ersten Nacht sind wir um 06:30 morgens mit den Outdoor-Fahrzeugen zur Meerkatzen-Safari aufgebrochen. Es gibt mehrere Meerkatzen-Familien auf Buffelsdrift und die coolen Erdmännchen werden erst wach, sobald die Sonne aufgeht. Die Erdmännchen haben nämlich fast keine Fett-Reserven im Körper und kühlen schnell aus.

 

Sobald die Sonne auf das Tunnelsystem scheint, haben die ersten zwei auch schon den Kopf rausgestreckt um die Umgebung auf Feinde zu checken. Insbesondere Greifvögel haben es auf die Erdmännchen abgesehen. Nach dem die Luft rein ist, kommen sie aus dem Bau raus, stellen sich auf die Hinterbeine und strecken ihren Bauch in die Sonne. Der Bauch fängt die Wärme der Sonne auf und wirkt wie Kaffee auf die Tiere, das heißt sie werden endlich richtig wach. Nach und nach kommt die ganze Familie raus und wenn sie sich alle ausreichend aufgewärmt haben, machen sie sich auf Frühstücksjagd. Die Erdmännchen sind wirklich super-süß und die Meerkatzen-Safari hat uns großen Spaß gemacht.

Nach dem Frühstück durften wir zu den Elefanten. Dazu muss man vorab sagen, dass die drei Elefanten auf Buffelsdrift deshalb zahm sind, weil ihre Herde von Wilderern erschossen wurde und die drei als Babys von Buffelsdrift aufgenommen und per Hand aufgepäppelt wurden.

 

Jetzt dürfen die drei Teenager-Elefanten sich auf dem Gelände frei bewegen und ein bis zweimal am Tag können die Game Lodge Besucher die Elefanten mit Früchten und Gemüse füttern und dabei darf man die Tiere unter Aufsicht berühren. Natürlich wäre es besser, die Elefanten hätten in ihrer Herde in der Wildnis aufwachsen dürfen, aber ohne den Einsatz von Buffelsdrift und den Rangern hätten die drei Elefanten wohl ein übles Schicksal gehabt. 

Elefanten sind sehr intelligente Tiere und können sich anscheinend an jeden Menschen erinnern, den sie einmal in ihrem Leben getroffen haben. Es war echt ein unbeschreibliches Gefühl die Dickhäuter zu berühren und als sie mich dann mit ihrem Rüssel umarmt haben, war das schon unglaublich.

Tragischerweise müssen die Nashörner und Elefanten nach wie vor gut bewacht werden, da immer wieder Wilderer versuchen an die Stoßzähne und Hörner der Tiere zu kommen. Die drei Elefanten auf Buffelsdrift waren für mich wieder mal ein Mahnmal, wie sehr der Lebensraum der Tiere und die Existenz der Tiere selbst in Afrika vom Menschen aus verschiedenen Gründen bedroht werden.

 

Nach diesem Einblick in das Leben der Elefanten haben wir aufgrund der Hitze ein paar Stunden in und um den Pool relaxt. Bei über 35 Grad war das schon eine Wohltat.

Unser Video zum Aufenthatl in der Buffelsdrift Game Lodge

Da ich an diesem Tag Geburtstag hatte, war für mich klar, dass es früher oder später regnen würde. Seit 33 Jahren regnet oder schneit es immer am 23. März – egal, wo ich mich aufhalte. An meinem 18. Geburtstag wäre ich vom Ausgehen fast nicht mehr heimgekommen, da es knapp 40 Zentimeter in wenigen Stunden geschneit hat. An meinem 30. Geburtstag hat es in Kapstadt wolkenbruchartig den halben Tag geregnet. Und so hat auch an meinem 33. Geburtstag am Nachmittag der Himmel seine Pforten geöffnet – wohlgemerkt in der Halbwüste. Wir haben die Regenstunden in der freistehenden Badewanne in unserem Zelt mit Blick auf die Hippos verbracht. 

Hippos in der Buffelsdrift Game Lodge

Um 17 Uhr sind wir dann zum Game Drive aufgebrochen, der leider auch immer wieder von kleinen Regengüssen überschattet war und sich deshalb einige Tiere verzogen haben. Wir hatten allerdings das Glück die zwei Nashörner aus nächster Nähe beim Fressen zu beobachten. Die grauen Riesen sehen einfach wie Dinosaurier aus und waren ziemlich unbeeindruckt von unserer Anwesenheit. Kurz darauf haben wir die große Herde mit insgesamt 24 Giraffen entdeckt. Mit ihren langen Beinen und Hälsen und den traumhaften Wimpern sind sie einfach nur schön anzuschauen. Die kleinen Giraffen hatten ihren Spaß beim Herumtoben und waren ziemlich ausgelassen.

Leider haben sich die Büffel etwas versteckt und wir haben sie erst gefunden, als es schon fast dunkel war. Das Buffelsdrift-Gelände ist riesengroß und dadurch hatte man auch nicht das Gefühl sich in einem großen Zoo zu befinden wo alle Tiere nebeneinanderstehen, denn es war nie sicher, wie viele Tiere und welche Tierarten man überhaupt sehen würde. 

Für uns war der Aufenthalt in Buffelsdrift eine willkommene Abwechslung zum City-Life in Kapstadt und für zwei Nächte war die Entfernung von Kapstadt durchaus annehmbar.

Natürlich ist eine Game Lodge von der Größe des Reservats und der Anzahl an Tieren nicht mit einem Krueger Nationalpark oder Ähnlichem vergleichbar, aber für uns hat das Rundum-Erlebnis gestimmt. Wir übernachten gerne im Zelt, lieben es Tiere zu beobachten, genießen gerne gutes Essen, freuen uns über unsere gemeinsame Zeit in wunderschöner Umgebung und die Game Lodge war von Kapstadt nicht zu weit entfernt.

Vielen Dank an die Buffelsdrift Game Lodge, die unsere Aufenthalt unterstützt haben. Alle Meinungen und etwaige Begeisterungsstürme entstammen jedoch unserem Mund.

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