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VW T5 Ausbau - Teil 6 - Wärmedämmung mit Armaflex

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Die Temperaturdämmung hat für die meisten Camper - so auch für uns - weniger den Zweck, dass es im Winter schön warm ist, als dass es im Sommer kühl bleibt, wenn die Sonne das Fahrzeugblech von außen aufhitzt. Denn nichts ist schlimmer, als in einem überhitzter Raum zu Schlafen.

 

Darüber hinaus gibt es ein weiteres Problem, das entsteht, wenn man keine ordentliche Wärmedämmung ans Fahrzeuginnere anbringt. Kondenswasser! Kondenswasser entsteht am kalten Blech als Tröpfchen, wenn der Taupunkt unterschritten wird. Meist sammelt sich das Kondenswasser dann an nicht einsehbaren Stellen und führt zu Rost und/oder Schimmel. 

Wärmedämmung mit Armaflex

Das "Warum" haben wir nun schon geklärt. Nun gilt es den richtigen Werkstoff zu finden, um unseren VW Bus ideal zu isolieren. Ich habe dafür Armaflex verwendet. Armaflex ist ein geschlossenporig verschäumtes Polyethylen. Im Grunde ist es aber auch bekannt unter X-trem Isolator, Trocellen oder Kaiflex. Rein chemisch gesehen sind die 4 Produkte gleich, diese werden nur von verschiedenen Firmen hergestellt und vertrieben.

 

Ich weiß es nicht mehr genau warum ich mich beim ersten Busausbau für Armaflex entschieden habe, ich nehme an dies wurde aufgrund des Preises und der Verfügbarkeit entschieden. Nachdem ich aber letztes Jahr ausschließlich positive Erfahrungen damit gemacht habe, musste ich dieses Thema für mich nicht neu aufrollen. 

 

Der große Vorteil dieser Armaflex-Kautschukmatten besteht darin, dass sie geschlossenporig sind und somit keine Feuchtigkeit aufnehmen. Darüberhinaus sind diese auch beständig gegen Lösungsmittel und hohen Temperaturen.

Hinweis:

Immer wieder hört man, dass es auch reicht mit Schaumstoff, Glaswolle oder Styropor zu isolieren. Für mich würden diese Werkstoffe schon aufgrund der Verarbeitung nicht in Frage kommen. Zudem denke ich nicht, dass sie denselben Effekt der Wärmedämmung erzielen und das Problem des Kondenswasser auf keinen Fall lösen.

Verarbeitung von Armaflex

Armaflex kann man sich wie eine Isomatte vorstellen, je nach Bedarf bekommt man Armaflex in verschiedenen Stärken. Das Material ist sehr leicht, flexibel und lässt sich einigermaßen einfach mit einem scharfen Messer schneiden. Armaflex wird oft auch selbstklebend angeboten. Ich habe mich mit vielen Profis dazu unterhalten und habe einige Erfahrungsberichte darüber gelesen. Sehr oft hört man das die selbstklebenden Matten nicht für ewig am Blech des Fahrzeugs halten. Dieses Risiko wollte ich auf keinen Fall eingehen, aus diesem Grund habe ich mich für die deutlich mühsamere Variante mit Kontaktkleber entschieden.

 

Die Stärke des Armaflex variiert je nach Platz und Anbringung der Innenverkleidung, ich habe für den gesamten Laderaum 19mm Armaflex und für den Himmel in der Fahrerkabine Armaflex mit einer Stärke von 10mm verwendet. Wenn man in der Fahrzeugkabine ebenfalls ein stärkeres Armaflex verwendet wird es schwierig den originalen Himmel wieder anzubringen. 

Ausmessen und Schneiden

Um zügig voran zu kommen arbeitet man hier idealer zu zweit. Die Misses Lifetravellerz wurde motiviert und kurz angelernt, dann ging es auch schon los. Sie hat ausgemessen und mir die Maße der einzelnen Stücke aufgeschrieben, ich habe die Stücke direkt von der Rolle zu geschnitten und im Anschluss ging es auch schon an das Verkleben.

 

Wie bereits erwähnt, habe ich nicht das selbstklebende Armaflex verwendet, sondern mich bewusst in Hinsicht auf das Langzeitergebnis für die Variante mit dem 2 Komponenten Kleber entschieden. Beim ersten Busausbau habe ich dafür den Pattex Kontaktkleber verwendet. Beim zweiten Projekt bin ich auf den Kleber von Armaflex gestoßen und habe diesen gekauft. Im Vergleich würde ich sagen, dass für diese Arbeit der Kleber von Armaflex einfacher zu verarbeiten ist und interessanterweise ist der Verbrauch auch geringer.

Armaflex verkleben

Ich will hier niemandem etwas vormachen. das Thema Isolieren ist nicht die tollste Arbeit beim Ausbauen eines Busses. Aber es muss nunmal gemacht werden. Der Kontaktkleber muss auf beide zu verklebenden Komponenten aufgetragen werden. Das heißt zum einen auf das Armaflex und zum anderen auf den Bus, wo es verklebt werden soll. In der Regel klebt man es direkt auf das bereits angebrachte Alubutyl.

 

HINWEIS:

Es empfiehlt sich bei der Verarbeitung des Klebers dünne Einweg Handschuhe zu tragen!

 

Den Kleber trägt man am besten mit einem breiten Pinsel auf, dann muss man diesen Kleber ablüften lassen. In der Regel 5-10 Minuten, je nach Temperatur, ob der Kleber soweit ist, kann man überprüfen indem man mit dem Finger (natürlich mit dünnen Einweghandschuhen, sonst klebt man irgendwann am Material fest) überprüft, ob der aufgetragene Kleber noch Fäden zieht, wenn man diesen berührt.

 

Zieht der Kleber keine Fäden, dann kann man das Stück an die vorgesehene Stell anbringen, allerdings hat man dazu nur eine Chance um das Armaflex auch an der richtigen Stelle anzubringen. Sobald sich der Kleber auf dem Armaflex und an der Innenwand sich berühren, gibt es kein verschieben mehr. Ist das Armaflex an der richtigen Stelle dann unterstützt hoher Druck die Festigkeit des Klebers. Also Armaflex platzieren und dann mit der Faust oder einem ähnlich Gegenstand mit viel Kraft über die gesamte zu verklebende Fläche streifen.

 

Das Armaflex soll ohne Lufteinschluss am Blech (Alubutyl) anliegen und Übergänge, wenn möglich verhindert bzw. mit einer weiteren Schicht überklebt werden. Bei der Wärmedämmung soll man nicht geizig sein, hier hilft viel, viel!

Wieviel Armaflex benötige ich?

Das kommt natürlich darauf an, was man alles damit auskleidet. Wir haben Armaflex an allen Seitenwänden, Türen und am Himmel verwendet. Wobei die Anzahl der Fenster (Flügeltürer, oben 2 Campingfenster, Schiebetür Fenster) hier auch für die Menge ausschlaggebend ist. Würde ich planen im Winter öfter loszuziehen, so hätte ich mit Sicherheit auch den Fußboden mit Armaflex ausgekleidet.

 

Wo Platz war habe ich das Armaflex in doppelter Schicht aufgeklebt, zum Beispiel in den hinteren oberen Fenster-Ausnehmungen.

 

Übrigens: meine Angaben beziehen sich auf einen VW T5 mit langem Radstand.

 

Armaflex 19mm: 12 qm²

Armaflex 10mm: 4 qm²

Armaflex Kleber: ca. 3,5 Liter (den Kleber findest du auch im 1 Liter Gebinde)

Weitere Arbeitsmittel

ZickZack Schere - eignet sich hervorragend um Rundungen zu schneiden

Stanley Messer - genügend neue Klingen zum Auswechseln vorbereiten

Wieviel Zeit muss ich für diese Arbeit rechnen?

Sofern alles vorbereitet ist, so sollten 2 Personen diese Arbeit an 1-1,5 Tagen ganz gut schaffen. Ein gewisses Geschick natürlich vorausgesetzt.

Fazit:

Wärmedämmung ist ein Muss für alle die öfter im Bus schlafen wollen. Subjektiv betrachtet finde ich sogar das es ein besseres Raumklima mit sich bringt. Die Arbeit ist nicht toll, ganz im Gegenteil. Aber einmal erledigt hat man nie wieder ein Problem oder damit zu tun.

Hier geht es weiter zu Teil 7 des VW T5 Ausbaus - Innenverkleidung mit Velour

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