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Warum wir gerade jetzt nach Ägypten zum Kitesurfen gefahren sind!

Das Breakers Hotel in Somabay Ägypten

Als wir unseren Freunden und unserer Familie erzählt haben, dass wir nach Ägypten zum Kitesurfen fliegen, haben uns einige für verrückt erklärt und einige meinten gar, es wäre verantwortungslos jetzt nach Ägypten zu fliegen. Wie ihr vielleicht schon aus meinem Kitesurf-Kurs Artikel wisst, bin ich schon etwas ängstlich und überlege 10 mal ob ich ein Wagnis eingehe. Ich habe mir natürlich die Reisewarnungen durchgelesen, aber für mich beschlossen, dass die Fahrt zum Flughafen auf einer deutschen Autobahn, auf der jeder so schnell fahren darf wie er will, gefährlicher ist als eine Reise nach Ägypten.

 

Kurz vor unserer Reise bin ich auf der Website vom Österreichischen Außenministerium auf die Reiseregistrierung gestoßen. Hier kann man seine Kontaktdaten angeben um die Falle einer kritischen Situation vom Außenministerium schnell kontaktiert werden zu können. Eine gute Sache, egal wohin die Reise geht!

Die ideale Wahl für Kitesurfer - Somabay!

Wir haben lange überlegt, wohin wir genau fahren werden. In El Gouna waren wir bereits vor ein paar Jahren, Marsa Alam und Somabay standen für uns in der engeren Wahl. Einige Freunde von uns waren schon in Somabay und den Ausschlag hat schließlich das Hotel "The Breakers" gemacht. Ich konnte es kaum glauben, dass ein Hotel in Ägypten derart gute Bewertungen hat, aber mit der Ausrichtung auf Kitesurfer und Taucher bzw. Schnorchler schien das Hotel ziemlich ideal für uns.

 

Viele Wochenenden im Jahr sind wir mit unserem VW Bus unterwegs, da es nur in wenigen Fällen tolle Hotels direkt am Kitespot gibt. (Und wenn, dann sind diese meist nicht bezahlbar.) Oft nächtigen wir auf Campingplätzen oder etwas außerhalb in Apartements oder B&B's und nehmen dann die Anfahrt zum Kitespot in Kauf.

  

Abendbuffet am Strand im Hotel The Breakers, Somabay, Ägypten

Im Moment ist eine Kitereise nach Ägypten unschlagbar günstig, die Schwierigkeit besteht eher darin, passende Flüge zu finden, da einige Airlines die Charterflüge nach Ägypten eingestellt haben. Ziemlich tragisch für das Land, das zum großen Teil vom Tourismus lebt. Vor allem die Angestellten im Tourismus sind von Kündigungen betroffen, was mich wieder sehr betroffen macht, denn alle sind uns mit so viel Freundlichkeit und Aufmerksamkeit begegnet. Und wir haben uns keine Minute unsicher gefühlt. Ich würde sofort und jederzeit wieder nach Ägypten fahren. 

Warum das "The Breakers" für uns genau das richtige Hotel war

Gerade wenn wir zum Kitesurfen, Stand Up Paddling oder Schnorcheln unterwegs sind, haben wir am Abend wenig Lust uns für das Essen im 5 Sterne Hotelrestaurant bei 35 Grad fein zu machen, damit wir zum Rest des Publikums passen. In unserem ohnehin schon 60-80 Kilogramm schwerem Gepäck ist kein Platz mehr für schöne Abendgarderobe.

Was wir sonst auf Reisen auch nicht brauchen: Wir brauchen kein All-Inclusive, keine Animation, kein Highclass-Zimmer, da wir sowieso immer unterwegs sind, keinen riesigen Wellnessbereich und keine Abendshow.

 

Und genau deshalb hat es uns im "The Breakers" so gut gefallen. Wir konnten in kurzer Hose zum Abendessen gehen und keiner hat uns blöd angeschaut. Eigentlich sind wir beim Abendessen auch gerne unter uns, aber im Breakers machen sie das ganz geschickt, damit sich auch Alleinreisende wohlfühlen. Es gibt sowohl Zweier-, Vierer- als auch Achtertische. Wer sich an einen Achtertisch setzt, signalisiert: "Ich freue mich über Gesellschaft." und das Servicepersonal platziert einen dort oder man sucht sich selbst den Wunschtisch. Da wir im 7Bft Kitehouse nette Bekanntschaften gemacht haben, haben wir uns beim Abendessen auch ganz ungezwungen zusammengesetzt. Der Vorteil ist, dass man gemeinsame Interessen hat und so immer Gesprächsthemen findet. 

 

Hotel The Breakers in Somabay Ägypten!

Die Zimmer haben alles, was man braucht und - ganz wichtig - sie werden jeden Tag tiptop gereinigt. Das Schönste am Zimmer für mich war der Blick auf das türkisblaue Meer inklusive Sonnenaufgang zum Dahinschmelzen. 

 

Oft hört man gerade in Ägypten oder Tunesien, dass die Hotelmitarbeiter aufdringlich gegenüber den weiblichen Hotelgästen werden. Die Mitarbeiter im Breakers sind alle ausnahmslos freundlich und zuvorkommend, aber es gibt keine unpassende Anmache oder sonstige Störfaktoren. Ganz im Gegenteil, man hat das Gefühl, dass die Freundlichkeit wirklich ehrlich gemeint ist und nicht, weil man sich ein hohes Trinkgeld erwartet. Nach vielen Reisen um die Welt hat man das schon ein bisschen im Gespür, wenn jemand nur an dein Geld will. 

Apropos Geld: Das kann man getrost zuhause lassen, denn sowohl in der Kitestation, im Tauchcenter, im Thalasso Spa oder den anderen Hotels kann man seine Konsumationen aufs Zimmer schreiben lassen und am Ende mit Karte bezahlen. Wir mussten so nicht ein einziges Mal Geld wechseln oder abheben. An der Kitestation gibt es auch Spinde, in denen man seine Wertsachen einsperren kann, aber praktischer ist es natürlich, wenn man erst gar kein Geld mitnehmen muss.

 

Was für mich besonders schön war: Nach dem Kiten sind wir ca. um 16.00 Uhr zurück ins Hotel und konnten dann direkt am Steg beim Hausriff noch schnorcheln gehen. Ich habe zuerst gar nicht geglaubt, dass man direkt am Steg eine solche Vielfalt an Fischen und Meeresgetier antreffen kann. Ich dachte immer, dass man dafür eine Ausfahrt mit dem Boot machen müsste, aber tatsächlich habe ich Blaurochen, Quallen und hunderte von Fischarten, die ich nicht annähernd beim Namen kenne, direkt am Hausriff angetroffen. Einfach unglaublich schön. 

 

Ich könnte hier noch viele Sachen aufzählen, die mir im "The Breakers" gefallen haben, aber am besten liest du dir mal die Bewertungen auf Holidaycheck usw. durch, damit du dir einen größeren Überblick über die Pros und Contras machen kannst. Es fällt mir recht schwer, dass Breakers zu beschreiben, ohne dass es wie Werbung klingt. Aber tatsächlich waren wir einfach rundum zufrieden und sind überzeugt, dass es für Kitesurfer in Ägypten kaum bessere Hotels gibt.

 

Ob uns im "The Breakers" etwas nicht gefallen hat? Ja! Und zwar die "Breakerszeit". Das muss ich kurz mal erklären. In Ägypten wird es gerade in den Monaten Oktober bis April recht früh dunkel. Damit man als Kiter und Taucher länger etwas vom Tageslicht hat, wird die Uhr einfach eine Stunde vorgestellt, somit ist es am Abend eine Stunde länger hell. Die "Breakerszeit" gilt im Hotel, im Kitehouse und in der Tauchschule. Uns hat das derartig verwirrt und persönlich habe ich keinen Mehrwert für mich gefunden. Im Gegenteil, wir stehen im Urlaub immer schon recht früh auf und dann war es immer schon eine Stunde später und diese Stunde ist mir im Laufe des Tages abgegangen. Tja, man kann nicht alles haben...

 

Für wen ist das "The Breakers" nicht geeignet? Für diejenigen, die sich einen All-Inclusive Urlaub mit Animation wünschen. Denn dadurch, dass der Großteil der Gäste Kitesurfer oder Taucher sind, sind die Hotelgäste den Großteil des Tages unterwegs und es ist im Hotel relativ ruhig und eine Animation wäre sinnlos und auch zum Hotelkonzept nicht passend. Auch für Gäste mit kleinen Kindern halte ich das Hotel für nicht passend. Mit Kindern so ab ca. 10 Jahren, die selbst gerne Tauchen oder Kitesurfen lernen möchten und keinen Kids-Club oder Kinderbetreuung mehr benötigen, ist das Hotel ideal. 

 

Wir finden, dass Ägypten für Kitesurfer ideal ist, wenn man mal schnell zwischendurch eine Woche ins Warme möchte, zuverlässigen Wind sucht und die Flugzeit nicht zu lange sein soll. Wir schauen uns auf Reisen auch gerne mal Sehenswürdigkeiten oder Städte an, dafür hatten wir leider keine Zeit.

Ägypten verfügt über so viele historische Sehenswürdigkeiten, die ich mir gerne mal ansehen möchte. Ich hoffe, die Zeiten werden wieder ruhiger und der Tourismus in Ägypten bekommt wieder einen Aufschwung. Das Land hat abseits von riesigen All-Inclusive Bunkern so viel zu bieten und ich wünsche vor allem der ägyptischen Bevölkerung, dass die Touristen zurückkehren und somit auch die so wichtigen Arbeitsplätze.

 

Unsere Reise wurde unterstützt vom Ägyptischen Fremdenverkehrsamt, dem Hotel "The Breakers" und Somabay. Alle Meinungen und etwaige Begeisterungsstürme entstammen jedoch unserem Mund. 

 

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