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Reise durch Mittelitalien - Umbrien und Toskana

Nachdem wir von Kroatien nicht 100% überzeugt waren, haben wir einfach Last-Minute die Fähre von Split nach Ancona genommen.

Nach nur 10 Stunden Fahrt sind wir um 7 Uhr morgens in Ancona eingelaufen. Ancona liegt noch in der Region "Marken", die an Umbrien angrenzt. 


Unsere erste Fahrt um 7 morgens war geradewegs in die nächste Bar zum typisch italienischen Frühstück mit Cornetto, Cappuccino und der (Online-)Zeitung. Ziemlich erleichtert flüsterte ich: "Endlich wieder in Italien"! Gestärkt für unsere Italien-Querung haben wir uns auf den Weg nach Assisi gemacht.


Durch Umbrien führen nur wenige Autobahnkilometer, sodass man - wenn man es wie wir nicht eilig hat - die Fahrt über schlecht reparierten Landstraßen durch die schöne, hügelige Landschaft einfach genießen kann. 

Umbrien - Wildschweine, Hügel und Assisi

Umbrien ist die einzige Region Italiens, die nicht ans Meer oder an ein anderes Land grenzt. Also quasi der Mittelpunkt Italiens. Umbrien ist bei uns recht unbekannt, einzig Assisi wird von vielen Pilgern und Touristen überrannt.

Die hügelige Landschaft bleibt aber vom Massentourismus verschont. Dabei hat Umbrien wirklich viel zu bieten und gerade im Frühherbst, wenn die von Landwirtschaft geprägte Region sich langsam gelb-rot verfärbt, ist es hier unglaublich schön. 


Man hat einfach Lust durch die Wälder zu spazieren und alles zu verkosten, was der fruchtbare Boden hergibt. Die Toskana ist sehr beliebt und zum Teil auch sehr überlaufen. Umbrien hat ähnlich viel zu bieten, ist aber viel unberührter. Die zahlreichen Trattorien bieten typische Gerichte wie Parpadelle al Cinghiale (also Pasta mit Wildschwein-Ragout) zu sagenhaft günstigen Preisen.

Sie sind auf die einheimische Bevölkerung angewiesen und die sind nun mal sehr anspruchsvoll was gutes Essen betrifft. Beim Essen in einem kleinen Lokal mitten im Nirgendwo waren wir fast eine Sensation und die Besitzer waren so freundlich mit uns, dass es eine wahre Freude war.


Zwischenstopp in Assisi - Die Pilgerstadt in Umbrien

Auf der kilometerlangen Fahrt im Nirgendwo zwischen Kastanienwäldern und Olivenbäumen glaubt man schon gar nicht mehr daran, dass hier nach der nächsten Kurve Assisi auftauchen wird. Und plötzlich thront schon die hohe Burg - wie sollte es anders sein - auf einem Hügel. Wie in allen meinen Reiseberichten empfehle ich auch dieses Mal Assisi früh am Tag zu besichtigen, bevor Heerscharen an Pilgern und Reisebussen über die Stadt einfallen.

Zum Parken empfiehlt sich auf jeden Fall die Parkgarage von der aus man über eine Rolltreppe nach Assisi gelangt. 

Assisi ist wirklich unglaublich beeindruckend. Selbst wenn man kein Pilger oder extrem gläubiger Mensch ist, sind die Kirchen und die historischen Wurzeln der Stadt sehr imposant. Von der Burg aus hat man einen tollen Blick über viele Kilometer bis nach Perugia.

Mittags sind wir dann aufgebrochen zum bereits erwähnten köstlichen Mittagessen.

 

Ein weiterer beeindruckender Ort ist Orvieto. Den besten Blick auf den Ort hat man von der gegenüberliegenden Seite. Das Städtchen thront auf steilen Felsen hoch über der schönen Landschaft Mittelitaliens. 

 

Unterwegs in der Südtoskana - Die Maremma

Viele Reisende, die die Toskana besuchen, sind in den bekannten Ortschaften Florenz, Siena, Pisa, Montepulciano oder auch in den Orten an der Küste zu finden. Die Maremma in der Südtoskana ist ein noch etwas unberührterer, wilderer Teil, aber mindestens genauso interessant und facettenreich.


Zum dritten Mal sind wir mittlerweile schon in der Gegend um Talamone unterwegs. Zum einen, weil Talamone ziemlich cool zum Kitesurfen ist und zum anderen, weil es hier viele kulinarische Geheimtipps und wunderschöne Orte mit großer Geschichte gibt. 

Dieses Mal haben wir eine ganze Woche in Talamone verbracht, übernachtet haben wir mit unserem VW Bus am Campingplatz. Der Platz hat 2 Sterne, aber bietet trotzdem eine ganze Menge. Die Toilettenanlagen sind nicht mehr die allerneuesten, aber es wurde täglich gereinigt. Einen Swimmingpool und ein kleines Geschäft gibt es ebenso. Man erhält Zutritt zum 5 Minuten entfernten Strand und auch die Ortschaft Talamone erreicht man in 5 Minuten zu Fuß.


Talamone selbst ist wirklich sehr klein, aber unglaublich charmant. Es gibt 3-4 nette Restaurants, ein Geschäft und eine Eisdiele, dort sollte man unbedingt das selbstgemachte Magnum am Stiel probieren. 


Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, sind wir große Pizza-Fans. Leider sind die Pizzen in der Toskana nicht soo toll, wie wir es auf dem Rest Italiens gewohnt sind. 

Das macht aber überhaupt nichts, denn die toskanische Küche bietet eine Vielzahl an köstlichen Gerichten abseits von Pizza.

 

Rund um Talamone gibt es einige "Agriturismi", also eine Art Bauernhof, wo man in 99% der Fälle hervorragend speist. Die Bandbreite ist riesig, vom einfachen Essen bei Mamma bis zum Sterne-Restaurant ist die Vielfalt groß. 

 

Unser persönliches Highlight: "La Tenuta Agricola dell’Uccellina"! Das Restaurant war unserer Ansicht nach fast Sterne-würdig. Die Produkte sind aus eigenem Anbau und vor allem das biologisch angebaute Olivenöl hat es uns sehr angetan, hier haben wir natürlich einen Liter für zuhause gekauft. Wir haben zwar dort nicht übernachtet, aber die Zimmer und das ganze Ambiente machen einen tollen Eindruck. Einen angeschlossenen Reiterhof gibt es ebenso, hier arbeiten noch einige "Butteri", die Cowboys der Toskana. Für unsere nächste Reise in die Maremma haben wir uns schon vorgenommen dort zu übernachten. 


Toskana-Panorama-Lifetrvellerz-luigiontour-Roadtrip

Nicht weit entfernt von diesem Agriturismo befindet sich versteckt und total unscheinbar eine kleine Bierbrauerei, die das "Birra Maremmana" braut. Das Craft Bier schlägt mit 7,2 % Alkohol und einem saftigen Preis pro Flasche zu Buche. € 3,25 kostet die 0,33l Flasche ab Hof, aber es schmeckt. Wenn man schon mal dort ist, kann man sich das Maremma-Bier auch mal ruhig gönnen.


Aber eigentlich ist die Toskana ja mehr für Wein bekannt. Wenn man von Talamone ins Landesinnere zum Beispiel nach "Magliano in Toscana" fährt, findet man entlang der verzweigten Straßen alle paar Hundert Meter Weingüter und auch Olivenölerzeuger, die direkt ab Hof verkaufen. 

Am besten lässt man sich einfach treiben, denn ein Weingut ist schöner als das andere.


Wir haben nahe Magliano auch bei "AgriMaremma" Halt gemacht, eine Cooperative, die die Produkte der Region vermarktet und verkauft. Hier kann man von passierten Tomaten, über Pasta, Wein, Grappa, Schinken bis hin zu Olivenöl, alles kaufen, was hier produziert wird. Ich fand die Preise ehrlich gesagt ziemlich normal und überhaupt nicht unverschämt. Ganz klar ein Einkaufstipp von uns!


Während der Jagdsaison im Herbst gibt es fast überall in den Restaurants regionales Wildschweinfleisch (ital: cinghiale). Unser Favorit: "Tagliatelle al Ragù di Cinghiale".


Übrigens kann man im "Parco Naturale della Maremma" auch fantastisch Wandern, Laufen und Trail Running. Unsere Tage waren von morgens bis abends mit einem tollen Programm gefüllt, langweilig wird einem hier bestimmt nicht! 


Wer mag kann übrigens mit der Fähre auf die Insel Giglio übersetzen, die ja leider durch die Costa Concordia Schiffstragödie bekannt wurde, aber natürlich trotzdem wunderschön bleibt. 


Warst du schon in der Maremma unterwegs? Was hat dir am besten gefallen? Nenn uns dein Highlight in der Südtoskana!

 

Du möchtest deinen nächsten Urlaub in der Toskana oder in Umbrien machen? Hier findest du tolle Reiseführer für Umbrien und die Toskana, die dir bei deiner Reiseplanung helfen!

 


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