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Mit dem Mietwagen durch Sardiniens Norden

[Anzeige] Bevor wir einen VW Bus hatten, haben wir auf fast allen unseren Reisen einen Mietwagen gebucht - immer in Verbindung mit einem Bed & Breakfast oder einem Appartement. So wir zum Beispiel mit dem Mietwagen durch Sizilien, Kalabrien und Apulien gedüst und haben Italien's Süden erkundet. 
Für uns war die Rechnung damals recht einfach: Nach Kalabrien fährt man von Salzburg aus ca. 20 Stunden - wenn man durchfährt. Also muss man für die Hin- und Rückreise jeweils 1,5 bis 2 Tage einrechnen. Wenn man dann nur 2 Wochen Urlaub hat, will man seine Zeit lieber am Urlaubsort verbringen, als auf der Fahrt dorthin. Außerdem machen Spritkosten, Abnutzung und Maut einen nicht unerheblichen Kostenaufwand aus, sodass wir uns aus Zeit- und Kostengründen für einen günstigen Flug sowie einen Mietwagen vor Ort entschieden haben und diese Wahl auch nicht bereut haben.

 

 Außerdem hatten wir schon mal einen Unfall mit dem Privatauto in Italien und kämpfen noch immer um das Geld, das uns zusteht. Bei einem Mietauto buchen wir immer Vollkasko ohne Selbstbeteiligung und müssten so unserem Geld nicht nachrennen. Es hat also durchaus viele Vorteile mit dem Mietwagen in Italien unterwegs zu sein und das eigene Auto daheim zu lassen.

Mit dem Mietwagen durch Nord-Sardinien

Wer nach Sardinien mit dem eigenen Auto fahren will, der muss entweder von Genua, Livorno oder Piombino mit der Fähre übersetzen. Die Fahrt dauert ca. 8 - 10 Stunden und kostet je nach Saison ein kleines Vermögen. Gerade im August - wenn halb Italien ebenfalls Urlaub auf Sardinien macht, können die Fährpreise ins Unermessliche steigen. 

Da ich aber jedem raten würde, auf Sardinien unbedingt mobil zu sein, da die öffentlichen Verkehrsmittel nicht so gut ausgebaut sind und man die Entfernungen zwischen den Orten leicht unterschätzt, bietet sich ein Mietwagen an. Vom Norden in den Süden fährt man je nach Verkehr gerne mal 4 Stunden mit dem Auto - für einen Tagesausflug hin- und zurück also zu lange.

Sardinien selbst hat so viel zu bieten, dass man unmöglich in zwei Wochen alles entdecken kann. Meine Empfehlung ist also, sich entweder auf den Norden oder den Süden zu beschränken  und bei der nächsten Reise nach Sardinien einfach den anderen Teil der Insel zu entdecken. 

Wenn du den Norden der Insel bereisen möchtest, wirst du wahrscheinlich mit dem Flugzeug nach Sardinien fliegen und dort deinen Mietwagen in Olbia am Flughafen entgegennehmen. Olbia ist die viertgrößte Stadt Sardiniens und hier befindet sich auch der Fährhafen, in dem die Fähren aus Genua, Livorno, Civitavecchia oder Piombino anlegen. Olbia hat sich mittlerweile zu einem mondänen kleinen Städtchen verwandelt, in dessen Gassen man viele Läden der italienischen Top-Designer findet. 

Olbia ist auch der Ausgangspunkt zur "Costa Smeralda", des wohl bekanntesten Küstenabschnitts Sardiniens, der von Palau bis Olbia reicht und für seine smaragdgrünen Meeresfarben beliebt ist. Außerdem trifft sich das "Who is Who" der Stars und Sternchen an der teuren Costa Smeralda, wo ein Espresso in manchen Lokalitäten - insbesondere in Porto Cervo - schon mal € 8 kosten kann. Die Küste der Costa Smeralda ist schroff und felsig, aber es gibt auch einige kleine Sandstrände. Aber wer Sardiniens Norden bereist, der muss unbedingt an der Costa Smeralda stehenbleiben und die schönen Wasserfarben betrachten. 

Von Palau aus kann man mit dem Mietwagen und der Autofähre auf die Inselgruppe "La Maddalena" fahren, die für ihre felsige Landschaft und die wunderschönen Strände bekannt ist. Du kannst dir dort übrigens ein Boot mieten, um das Archipel zu erkunden und zum Beispiel um schnorcheln zu gehen. In Italien darf man Motorboote bis 40 PS ohne Führerschein steuern. 

Sardiniens Norden - Die Highlights mit dem Mietwagen entdecken

Wenn du in Sardiniens Norden unterwegs bist, darf ein Ausflug nach Santa Teresa bzw. an das Capo Testa nicht fehlen. Das Capo Testa ist eine kleine Insel, die aber mit dem Festland verbunden ist und mit ihren großen Steinen einer Mondlandschaft gleicht. 

Vom Capo Testa aus kannst du bis nach Korsika sehen. In den 70er Jahren haben sich am Capo Testa im sogenannten "Valle della Luna" Hippies niedergelassen, die in den Höhlen gewohnt haben. Die Regierung hat dieses Hippietum im Valle della Luna in der Vergangenheit stark eingedämmt, aber noch immer trifft am Capo Testa einige Hippies, die dort zum Beispiel handgefertigten Modeschmuck verkaufen. Rund um das Capo Testa gibt es viele kleine Badebuchten, die aber leider gerade in der Hochsaison kein Geheimtipp mehr sind. Auf jeden Fall sollte man einen Ausflug ans Capo Testa einplanen, wenn man mit dem Mietwagen in Sardinien unterwegs ist. 

 

Ab Santa Teresa kann man übrigens mit der Fähre nach Korsika fahren - ebenfalls ein lohnenswertes Ziel für einen Roadtrip.

Tagesausflug an Sardiniens Ostküste

Wenn du mit dem Mietwagen im Norden von Sardinien unterwegs bist, solltest unbedingt einen Tagesausflug an die Ostküste einplanen, denn meiner Meinung nach befinden sich die schönsten Strände bei Cala Gonone. Wenn du in Olbia das Auto mietest, fährst du ca. 1 Stunde und 30 Minuten nach Cala Gonone. Dort kannst du entweder ein Schlauchboot mit Motor bis 40 PS ohne Führerschein mieten oder mit einem der großen Ausflugsschiffe mitfahren. Allerdings empfehlen wir dir auf jeden Fall die Schlauchbootvariante, damit du flexibel bist und die Traumbuchten um Cala Goloritze, Cala Luna und Cala Mariolu selbständig entdecken kannst. 

Das Wasser an diesem Teil der Küste verfügt über unglaubliche Farben und ist für mich das Schönste, das ich jemals irgendwo gesehen habe. Nicht mal in der Karibik oder an den schönsten Stränden Asiens habe ich jemals derartige Wasserfarben gesehen. Die Buchten sind auch zu Fuß erreichbar, allerdings muss man dafür mehrstündige Fußmärsche durch die Hitze in Kauf nehmen und auch den Rückweg miteinberechnen. Auf jeden Fall ist die Variante mit dem Boot die deutlich Entspanntere. Man kann sich Getränke und Essen sowie die Schnorchelausrüstung mitnehmen und einen wunderbaren Tag am Meer verbringen. Preislich musst du ca. € 90 + Spritkosten einrechnen - in der Hochsaison können die Preise aber natürlich steigen und man sollte sein Boot ein paar Tage im Vorhinein reservieren. 

Tipps für eine Reise durch Sardiniens Norden

Die beste Reisezeit:

Je nachdem, was man auf seiner Sardinien-Reise geplant hat, sollte man seine Reisezeit entsprechend wählen. In den Monaten Juli und August bis ca. Mitte September ist Sardinien ein außergewöhnlich beliebtes Reiseziel mit den entsprechenden Nebenwirkungen. Hohe Preise, überfüllte Strände und Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad.

 

Wenn man nicht gerade auf diese Reisemonate angewiesen ist, sollte man auf andere Monate ausweichen. Wer gerne sportlich aktiv ist oder auch gerne die Städte besichtigen möchte, der ist im April und Mai oder Ende September bis Mitte November gut aufgehoben. Wer das Wasser und den Strand liebt und gerne im Meer baden möchte, der sollte seine Sardinien-Reise auf Juni oder Mitte September bis Mitte Oktober legen. Sardinien ist rund ums Jahr ein gutes Ziel für Kitesurfer, allerdings gibt auch hier in der Sommer-Hauptsaison gewisse Einschränkungen an den Stränden. Wir empfanden Mai als die beste Reisezeit für Kitesurfer.

Unterkünfte auf Sardinien:
Wer mit dem Mietwagen auf Sardinien unterwegs ist, der hat natürlich auch die Flexibilität bei der Unterkunftswahl. Ob Luxus-Hotel, Ferienappartement, Bed & Breakfast, Mobilehome auf den Campingplätzen oder ein Ferienhaus im Hinterland - auf Sardinien hast du eine große Auswahl an Unterkünften, du solltest allerdings auch rechtzeitig buchen, damit du deine Traumunterkunft noch ergatterst. Unser Traum wäre zum Beispiel mal einen längeren Aufenthalt in einem schönen Ferienhaus zu verbringen - zum Beispiel um ein Buch zu schreiben. Mal sehen, ob sich dieser Traum mal realisieren lässt.

Die besten Speisen auf Sardinien:

Die sardische Küche hat viele Spezialitäten zu bieten und nach wie vor dürfen Käse und Brot bei keinem Essen fehlen. Das papierdünne "Pane Carasau", das die Schafhirten früher aufgrund der Haltbarkeit mitnahmen, erfreut sich auch heute noch größter Beliebtheit. "Pecorino", der Käse, der aus Schafmilch hergestellt wird, ist in verschiedenen Reifegraden erhältlich und man kann ihn quasi an jeder Ecke bekommen. Am Strand von Porto Pollo hat ein lokaler Händler mehrmals pro Woche seine Käseauswahl aus dem Auto heraus verkauft und das war wohl der beste Pecorino, den wir auf der Insel gekauft haben.

Aber auch die Pastagerichte können sich sehen lassen. Zugreifen solltest du, wenn du "Fregola" oder "Malloreddus" auf der Speisekarte findest - typischer geht es nicht. 

Auf den örtlichen Märkten einkaufen:
Fast in jedem Dorf findet mehrmals im Monat ein Markt statt. Hier kannst du dich mit frischem Obst, Gemüse, Käse und vor allem der sardischen Spezialität "Miele di Corbezzolo" - dem bitteren sardischen Honig eindecken. Selbstverständlich gibt es auch süßen Honig. Wenn wir eine Ferienwohnung haben, decken wir uns gerne auf den Wochenmärkten mit frischem Gemüse und Fisch ein und kochen selbst. 

Und wann planst du deine nächste Reise nach Sardinien?

Warst du schon mit dem Mietwagen auf Sardinien unterwegs? Was sind deine Highlights, die man nicht verpassen darf?

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Mietwagen-check.de entstanden. Alle Meinungen und etwaige Begeisterungsstürme entstammen jedoch unserem Mund.

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